Nachfolger der Hightech-Strategie 2025
Hightech Agenda Deutschland: Förderung beantragen
Die Bundesregierung hat im Juli 2025 die Hightech Agenda Deutschland (HTAD) beschlossen — 18 Mrd. Euro Investitionsvolumen bis 2029, sechs technologische Schwerpunkte. Für Unternehmen: neue Förderaufrufe, maximale Förderausschöpfung.
Erstprüfung — kostenlos & unverbindlichVon der Hightech-Strategie zur Hightech Agenda Deutschland
Die Hightech-Strategie 2025 hat Deutschland auf Kurs gebracht. Mit der Hightech Agenda Deutschland richtet die Bundesregierung die Innovationsförderung neu aus: weg von breiten Themenfeldern, hin zu sechs klar definierten Schlüsseltechnologien mit verbindlichen Meilensteinen. ZIM, KMU-innovativ und die steuerliche Forschungszulage bleiben unverändert in Kraft.
Breite gesellschaftliche Themenfelder, sechs Missionsgebiete
Sechs Schlüsseltechnologien, messbare Meilensteine, 18 Mrd. €
Die sechs Schlüsseltechnologien
Souveräne KI-Infrastruktur, Sprachmodelle, industrielle KI-Anwendungen.
Quantencomputing, Quantensensorik, Quantenkommunikation.
Bioökonomie, Pandemievorsorge, personalisierte Medizin.
Chips for Europe, Halbleiterfertigung, Leistungselektronik.
Wasserstoff, klimafreundliche Kraftstoffe, Batterieforschung.
Medizinische Sensorik, digitale Gesundheitsversorgung, europ. Gesundheitsdatenraum.
Was bedeutet die HTAD für Ihr Unternehmen?
Laufende Förderbekanntmachungen zu den sechs Schlüsseltechnologien. Zweistufige Antragsverfahren mit Projektskizze und Vollantragsphase.
Aufwendungen aus einem Zuschussbescheid sind nach § 10 FZulG vollständig ausgeschlossen — auch der Eigenanteil. Förderfähig sind FuE-Kosten aus Arbeitspaketen, die im Bescheid gar nicht enthalten sind.
Die HTAD fördert ausdrücklich den Technologietransfer — über Public-Private-Partnerships, Reallabore und ressortübergreifende Verbundinitiativen.
Häufige Fragen zur Hightech Agenda Deutschland
Welche Förderprogramme laufen unter der HTAD weiter?
Kann ich Forschungszulage und HTAD-Zuschuss kombinieren?
Wie unterscheidet sich die HTAD von der bisherigen Hightech-Strategie?
Welche Unternehmen können HTAD-Förderung beantragen?
Was sich seit dem Start der HTAD getan hat
Sechs Technologie-Roadmaps verabschiedet
Das BMFTR hat auf den HTAD-Tagen die ersten Roadmaps für alle sechs Schlüsseltechnologien vorgestellt: KI, Mikroelektronik, Quantentechnologien, Biotechnologie, Fusion sowie klimaneutrale Mobilität. Ergebnis von 26 Partnerdialogen mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die Roadmaps definieren konkrete Umsetzungsschritte bis 2030.
KI-Robotikbooster: 100 Mio. € für embodied AI
Die Bundesregierung stellt 100 Mio. € für zwei Förderstränge bereit: Robo-Hubs (vernetzte Erprobungszentren für KI-basierte Robotik) und eine SPRIND-Challenge zu KI-basierten Mehrzweckrobotern. Ziel ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei industrieller KI-Robotik und verkörperter KI (embodied AI).
Hightech Spaces: technologieübergreifende Innovationszentren
Mit den Hightech Spaces startet im Rahmen der HTAD eine neue Initiative zum Aufbau leistungsfähiger Innovationsökosysteme. Ziel ist die Verknüpfung der sechs Schlüsseltechnologien am Standort Deutschland. Projektträger ist der Projektträger Jülich (PtJ). Erste Förderaufrufe werden für H2/2026 erwartet.
Weitere laufende Maßnahmen
Ausbau der KI-Recheninfrastruktur für Hochschulen (NHR-Verbund), Start neuer KI-Transfer-Leitprojekte für Schlüsselbranchen (Automobil, Chemie, Medizin, Agrifood), Förderaufruf SynBio für disruptive Biotechnologie sowie Vernetzung von Batteriekompetenz-Clustern in drei Schwerpunkten.
Für Unternehmen relevant: Die meisten HTAD-Maßnahmen sind als Verbundvorhaben ausgelegt und kombinierbar mit der steuerlichen Forschungszulage (FZulG). Geförderte Personalkosten und Auftragsforschung aus HTAD-Projekten können parallel zur Forschungszulage geltend gemacht werden, sofern keine Doppelförderung derselben Aufwendungen vorliegt. Mehr zur Kombination von Zuschuss und Forschungszulage.