Steuerliche Forschungszulage beantragen

Steinbeis Beratungszentrum » Forschungszulage

Beantragen Sie die steuerliche Forschungszulage und erweitern so den finanziellen Rahmen Ihrer Entwicklungsprojekte. Seit dem 01.01.20 gibt es einen weiteren Weg staatliche Förderung für Forschung und Entwicklung in Anspruch zu nehmen. Alternativ zur Projektförderung der Bundesministerien kann die steuerliche Forschungszulage (FZul) beantragt werden. Darüber hinaus erhöhte die Bundesregierung mit dem Konjunkturpaket den jährlichen Maximalbetrag der steuerlichen Forschungszulage von T€ 500 auf T€ 1.000. Dadurch wird die Forschungszulage auch ein attraktives Förderprogramm für große Unternehmen.

Die wichtigsten Fakten zur steuerlichen Forschungszulage

Fragen und Antworten:

Was ist die steuerliche Forschungszulage?

Die Forschungszulage ist die steuerliche Begünstigung von Forschungsausgaben von Unternehmen. Sie soll Anreize setzen, in Forschung und Entwicklung (FuE) zu investieren. Die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) entscheidet auf Antrag, ob ein FuE-Vorhaben förderfähig ist.

Wer wird gefördert?

Unbeschränkt oder beschränkt Steuerpflichtige – egal ob Einzelunternehmer, Personengesellschaft, oder Kapitalgesellschaft – werden unabhängig von Größe oder Branche gefördert. Die steuerliche Forschungszulage wird jährlich in Höhe von maximal 1 Mio. € auf Gruppenebene gewährt.

Ab wann wird gefördert?

Es gibt keine Vorbeginnklausel wie in der Projektförderung üblich. Grundsätzlich können Projekte mit einem Beginn nach dem 1.1.2020 gefördert werden. Anträge auf Bescheinigungen können sowohl nachträglich als auch für zukünftige FuE-Projekte jederzeit gestellt werden. Steinbeis empfiehlt eine frühzeitige Beantragung der Bescheinigung, damit die Forschungszulage plan- und steuerbar wird.

Welche Kriterien müssen förderfähige Projekte erfüllen?

Gefördert werden sowohl Grundlagenforschung, industrielle Forschung als auch experimentelle Entwicklung. Förderfähige FuE-Projekte müssen …
… auf die Gewinnung neuer Erkenntnisse abzielen (neuartig),
… originär sein (schöpferisch),
… einem Plan folgen und budgetierbar sein (systematisch),
… Unsicherheiten in Bezug auf das Endergebnis beinhalten (ungewiss) und
… Möglichkeiten der Reproduzierbarkeit vorhanden sein (übertragbar und/oder reproduzierbar).

Wie wird gefördert?

Bei dem Einsatz eigener forschender Mitarbeiter werden 25 % der Löhne und Gehälter samt steuerfreier Sozialversicherungsbeiträge auf die jährliche Steuerschuld angerechnet und verbleibende Überhänge erstattet. Durch die Erstattung können Unternehmen auch in Verlustphasen von der Förderung profitieren, so dass die Forschungszulage auch für Startups mit Anlaufverlusten attraktiv ist. Dies gilt auch für Auftragsforschung, die im ursprünglichen Gesetzesentwurf noch ausgeklammert war. Die Zulage, die dem Auftraggeber und nicht dem Auftragnehmer zusteht, beträgt rechnerisch 15% des an den Auftragnehmer gezahlten Entgelts.


Wie unterscheidet sich die Forschungszulage von der Projektförderung?

Bei der Entscheidung über Forschungszulage oder Projektförderung sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

Steuerliche ForschungsförderungProjektförderung
Antragstellung auch nach Projektbeginn möglichAntragstellung grundsätzlich vor Projektbeginn
Themenoffeni.d.R. Themengebunden
Förderquote 25 %Förderquote für KMU bis zu 60 %
Maximale Fördersumme 1 Mio. € pro JahrMeist keine max. Fördersummen kommuniziert
Keine Deckelung der FinanzmittelFestgelegtes Budget für jede Bekanntmachung
Kein direkter Kontakt zum AntragstellerPermanente Betreuung vor, während und nach Projektlaufzeit
RechtsanspruchKein Rechtsanspruch, Vergabe im Wettbewerb
Steuerpflichtige Unternehmeni.d.R. keine Beschränkung des Empfängerkreises
Auszahlung durch das Finanzamt
als steuerfreie Steuergutschrift
Auszahlung durch den Projektträger

Vor einer Entscheidung für oder gegen die Beantragung der steuerlichen Forschungszulage sollten weitere Aspekte, wie zum Beispiel die Innovationshöhe, abgewogen werden. Zudem ist bei der steuerlichen Forschungszulage von einer höheren Bewilligungsquote als bei der Projektförderung auszugehen.


Ihr Unternehmen möchte die Ansprüche auf Forschungszulage systematisch ausschöpfen?

Das Steinbeis Beratungszentrum sichert mit seinem strukturierten Vorgehen optimale Ergebnisse. Dabei hat sich für die Antragstellung in der Praxis folgendes schrittweises Vorgehen bewährt:

1. Vorab-Check

Wir prüfen Ihre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vorab auf die Förderfähigkeit und informieren Sie über die Bedingungen und –fristen zur steuerlichen Forschungszulage.

2. Antrag auf Bescheinigung

Wir nehmen Ihnen die gesamte Vorbereitung, die Antragstellung und die fristgerechte Einsendung Ihres Antrages auf Bescheinigung Ihrer FuE-Projekte ab.

3. Aufbau einer richtlinienkonformen Verwaltung

Wir informieren Ihre Mitarbeiter*innen über administrative Anforderungen und schulen sie darin, diese zu erfüllen.

4. Einreichung des Antrages auf steuerliche Forschungszulage

Mit der FuE-Bescheinigung erwerben Sie den Anspruch auf die steuerliche Forschungszulage. Nach Ablauf jedes Wirtschaftsjahres stellen Sie für die nachgewiesen Kosten einen Antrag auf steuerliche Forschungszulage bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

Zusätzliche Informationen über die Einbindung der steuerlichen Forschungsförderung in ein systematisches Fördermittelmanagement finden Sie in unserem Fachartikel des Transfer Magazins.


Unsere Erfahrung – Ihr Nutzen

Das Steinbeis Beratungszentrum berät Sie bei der Auswahl, Beantragung und Durchsetzung der Förderprogramme. Nutzen Sie das Erfahrungswissen des Steinbeis Beratungszentrums um Ihre Fördermöglichkeiten zu optimieren:

Steinbeis Beratungszentrum, Steinbeis, Helmut Haimerl, Steinbeis Technologieförderung, Fördermittelberatung
  • Als Spezialisten optimieren wir Fördermittelkonzepte und berücksichtigen alle Alternativen. Zudem kombinieren wir Zuschüsse und Finanzierung und haben die Erfahrung, um ggfls. Hürden zu überwinden.
  • Sie kommen schneller ans Ziel. Aufgrund unserer Erfahrung arbeiten wir effektiver und sammeln strukturiert die notwendigen Daten. Dabei arbeiten wir mit Formularen und erstellen mit wenigen Arbeitsgesprächen die notwendigen Konzepte.
  • Sie werden nicht im laufenden Geschäft gestört. Wir legen Wert darauf den Arbeitsaufwand für Sie und Ihre Mitarbeiter zu minimieren. Hierzu bereiten wir die Arbeitsgespräche gezielt vor und können so die Antragsunterlagen effizient ausarbeiten.

Unabhängige Förderberatung schließt die Lücke …
„… private Berater und ihre professionelle Tätigkeit sind für die Antragsteller hilfreich und erweisen sich als den Bewilligungsprozess positiv beeinflussende Faktoren“ Quelle: http://www.zim-bmwi.de


Sie möchten für die Antragstellung die Kompetenzen eines erfahrenen Beratungsinstituts nutzen?

Beantragen Sie jetzt die steuerliche Forschungszulage und erweitern Sie den finanziellen Rahmen Ihrer Entwicklungsmöglichkeiten. Gerne prüfen wir vorab Ihr FuE-Projekt kostenfrei auf seine Förderfähigkeit. Nehmen Sie hierzu mit dem nachfolgenden Formular Kontakt auf. Gerne melden wir uns umgehend bei Ihnen!

Soweit erforderlich vereinbaren wir zunächst Geheimhaltung. Anschließend stellen wir Ihnen für die Beschreibung des Entwicklungsprojektes die Vorlage einer Ideenskizze zur Verfügung.

Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das: